Wahl 2026 – Programm – 10. Mobilität und Verkehr

Der Landkreis Dachau ist einer der am stärksten wachsenden Landkreise in ganz Deutschland und Karlsfeld bildet verkehrlich das Nadelöhr nach München für den gesamten Verkehr aus dem Landkreis (Berufsverkehr größtenteils über die B304/Münchner Straße). Aber nicht nur der Durchgangsverkehr belastet Karlsfeld, auch der innerörtliche Verkehr nimmt immer mehr zu (z.B. kurze Einkaufsfahrten zur neuen Mitte und zum M3-Einkaufsmarkt). Diese hohe Verkehrsbelastung führt bei allen Verkehrsteilnehmern zu Stress und ggf. zu Konfliktsituationen.

Das Bündnis für Karlsfeld will den Verkehr immer im Verbund denken und nicht eine Verkehrsteilhabe-Gruppe (im Auto, auf dem Fahrrad oder zu Fuß) gegen die andere ausspielen. Um unsere Verkehrsprobleme im knappen Straßenraum zu lösen, brauchen wir aber auch in Karlsfeld eine Verkehrswende: weg vom motorisierten Individualverkehr, hin zur stärkeren Nutzung von ÖPNV (Bus, Bahn), Fahrrad und Fußwegen.

Viele Ideen zur Stärkung des öffentlichen Personennahverkehrs und Förderung des Radverkehrs finden sich im bestehenden Verkehrsentwicklungsplan der Gemeinde. Beispiele sind die Erhöhung der Anzahl der Fahrrad-Abstellplätze am Bahnhof, Einrichtung eines Lastenradverleihs, verbesserte Fahrplanabstimmung zwischen Bus und S-Bahn, Taktverdichtung, Optimierung der innerörtlichen Buslinienführung etc. Damit Verbesserungen auf Karlsfelds Straßen sichtbar werden, muss der Verkehrsentwicklungsplan schneller als bisher umgesetzt werden. 

Wir setzen uns ein für:

Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)

  • die Neuausrichtung der Ortsbuslinien zur Verbesserung der Verbindungen, z. B. kürzere Fahrtzeiten von der Handwerkersiedlung zum S-Bahnhof, und Taktung mindestens alle 40 Minuten auch an Sonn- und Feiertagen
  • die Verlängerung der Buslinie 160 oder alternative Busverbindungen nach Dachau-Ost
  • günstigere Preise für Fahrten innerhalb des Landkreises
  • sichere, zeitlich abgestimmte Anschlüsse zwischen S-Bahn und Bus
  • die beschleunigte Realisierung des S-Bahn-Nordrings

Rad- und Fußverkehr

  • die Schaffung sicherer, attraktiver Wege für Fußgänger und Radfahrer – in bestehenden Gebieten und bei Neubauplanungen
  • den Ausbau und die Modernisierung der Fahrradabstellanlagen, insbesondere am Karlsfelder Bahnhof
  • Bau von Fahrradständern an allen Bushaltestellen
  • Einrichtung von Lastenrad-Ausleihstationen
  • Bau des Radschnellwegs von Dachau über Karlsfeld nach München sowie gute Radverbindungen in die Nachbargemeinden
  • Konsequente Ahndung von Falschparkern auf Geh- und Radwegen, insbesondere vor der Karlsfelder Meile und dem Gesundheitszentrum

Verkehrsmanagement und Infrastruktur

  • die Priorisierung von Buslinien an Ampeln zur Beschleunigung des ÖPNV
  • Pförtnerampeln an der B304 und der Bajuwarenstraße zur Reduzierung innerörtlicher Staus
  • Carsharing-Angebote und geordnete Abstellzonen für E-Roller bei deren Einführung
  • die Schaffung von mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer bei der Grundsanierung der Münchner Straße (B304)
  • Notmaßnahmen wie LKW-Durchfahrverbote während Stau auf dem Autobahn-Ring, wie z.B. während Sanierung des Allacher Tunnels, um Belastungen zu begrenzen
  • den Aufbau eines E-Ladesäulen-Netzes
  • die Verhinderung und Reduktion von Schleichverkehr auf Ortsstraßen

Das Bündnis für Karlsfeld sieht Verkehr immer für alle Teilnehmer und nicht in einzelnen Gruppen.